Bürgermeisterwahl 2014: Bereits allseits als „Der Meller“ bekannt

Bürgermeisterwahl Melle 2014, Die Piraten, Politik

Tief im Grönegau verwurzelt: Matthias Pietsch

Vielfach aktiv in der hiesigen Szene ist der Berufsschullehrer Matthias Pietsch, der als Kandidat der Wählergemeinschaft „Ein Meller für Melle“ für das Amt des Bürgermeisters in Melle antritt. Bekannt ist Pietsch unter anderem durch seine Tätigkeit im Fußball-Abteilungsvorstand des SC Melle 03. Doch auch schon früher engagierte er sich ehrenamtlich im Sport.

Des Weiteren hat sich der mittlerweile als „Der Meller“ bekannte Kandidat im Grönegau einen Namen durch seine Vorstandsarbeit beim Deutsch-Türkischen Arbeitskreis sowie seine Mitwirkung im Lions-Club gemacht. Dort wird er in Kürze die Präsidentschaft antreten. Politisch gehört Pietsch heute der Piratenpartei an.

Neben der Unterrichtstätigkeit an der Berufsbildenden Schulen (BBS) Melle unterstützt der Studiendirektor im Auftrag der Landesschulbehörde Niedersachsen die Berufsschulen bei der Umsetzung eines Qualitätsmanagementkonzepts. Nicht zuletzt aus diesen Erfahrungen heraus sieht sich Pietsch als qualifiziert dafür an, das Bürgermeisteramt und damit auch die Verwaltungsleitung in Melle zu übernehmen.

Weshalb sind Sie der Ansicht, dass für das Bürgermeisteramt in erster Linie ein Meller in Frage kommt?

Melle ist meine Heimatstadt, ich bin hier geboren, aufgewachsen, lebe und arbeite hier. Die Entwicklungen und politischen Diskussionen vor Ort verfolge ich seit Jahrzehnten. Ich kenne die Strukturen in Melle, bin hier vielfach vernetzt und durch mein ehrenamtliches Engagement in etlichen Gremien eingebunden. Das bildet meines Erachtens eine ganz elementare Basis für eine erfolgreiche und vor allem bürgernahe Arbeit. Ich bin mit Herzblut ein Meller und möchte meine Heimatstadt voranbringen. Das Bürgermeisteramt in einer anderen Stadt käme für mich nicht in Frage. Schließlich bin ich kein Karrieretourist.

Welche konkreten Schwerpunkte setzen Sie bei Ihrem Wahlkampf?

Es ist ganz klar, dass mir als Lehrer besonders der Bildungsbereich am Herzen liegt. Durch Änderungen in der Schullandschaft, die demographische Entwicklung und durch gesellschaftlichen Wandel kommen große Herausforderungen auf unsere Stadt zu. Dieser sensible Bereich muss immer Vorrang haben, denn Bildung ist unser höchstes Gut. Außerdem ist mir die Lebensqualität in Melle sehr wichtig.

Mit Bedauern sehe ich, dass der Grönegau in den vergangenen Jahren „ärmer“ geworden ist. In Melle gibt es den überregional bekannten Märchenwald nicht mehr. Wir haben kein Kino in der Innenstadt, kein Kurmittelhaus und auch keine Jugendherberge. Die Freizeitangebote für Jugendliche und junge Erwachsene sind gleichfalls rar geworden. Hier möchte ich daran mitwirken, die Stadt wieder attraktiver und lebenswerter zu machen.

Immerhin dürfte dies auch für Fachkräfte aus der Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, wo sie sich ansiedeln wollen. Denn natürlich stehen und fallen die Gestaltungsmöglichkeiten in Melle mit einer soliden Wirtschaft. Daher müssen optimale Rahmenbedingungen für den Standort vorgehalten werden.

Was hat Sie dazu bewogen, zuerst als Kandidat der Piratenpartei und anschließend der Wählergemeinschaft „Ein Meller für Melle“ zu kandidieren?

Nachdem bekannt wurde, dass sowohl die CDU als auch SPD mit Bündnis 90 / Die Grünen keinen Kandidaten aus Melle nominieren würden, waren wir von den Piraten gelinde gesagt überrascht. Ganz gewiss leben im Grönegau durchaus engagierte Persönlichkeiten, die Kompetenz und das Format besitzen, das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters zu bekleiden. Welche parteitaktischen Überlegungen zu den Außenbewerbern geführt haben, konnten wir damals und auch heute nicht nachvollziehen.

Da die Piraten einen Meller Hintergrund für das Amt als eminent wichtig erachteten, habe ich mich entschlossen, „meinen Hut in den Ring zu werfen“ und da es sich um eine Personenwahl handelt, steht die Parteizugehörigkeit nicht im Mittelpunkt. Vielmehr ist gerade ein Bürgermeister in seinem Amt ohnehin zur Neutralität verpflichtet.

Dann aber wurde mir bewusst, dass das Image der Piratenpartei durch teilweise unfaire Medienberichte gelitten hat. Während gerne „schräge Vögel“ von den Kameras präsentiert werden, sind es vor Ort hochengagierte und sehr ernsthafte Bürger, die in ihrem Namen eine seriöse Politik betreiben.

Mit der Zeit wurde deutlich, dass es zwar viele Unterstützer gibt. Mit der Piratenpartei waren sie aber nicht einverstanden. Deshalb wurde die Wählergemeinschaft „Ein Meller für Melle“ ins Leben gerufen. Ihr konnten sich auch weitere Förderer anschließen und waren bereit, meine Nominierung zu unterstützen. Nicht zuletzt, weil auch sie Ideale und Werte in den Vordergrund rücken möchten, die ebenso im Fokus der Piratenpartei stehen. Dazu gehören beispielsweise Bürgernähe, Transparenz, Liberalität und Basisdemokratie.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück für ihre Kandidatur.

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