Bürgermeisterwahl 2014: Otte will beteiligen und mitnehmen

Bürgermeisterwahl 2014 Melle, Stadt Melle, Politik, SPD, Bündnis 90/Die Grünen

Will ins Rathaus der Stadt Melle einziehen: Kerstin Otte

Zurzeit ist sie noch Fachbereichsleiterin im Bauamt von Borgholzhausen. 2014 jedoch könnte Kerstin Otte als Erste Bürgerin im Rathaus der Stadt Melle sitzen, denn SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben sie einstimmig als Nachfolgerin von Dr. André Berghegger nominiert.

An Qualifikation steht die 1965 geborene, parteilose Juristin dem CDU-Kandidaten in nichts nach und verfügt über ebenso viel Erfahrung in der Verwaltung. Die familiären Verbindungen ihres Konkurrenten macht sie durch räumliche Nähe und viele zurückliegende Besuche im Grönegau wieder wett.

Somit kannte Otte die aus westfälischer Sicht benachbarte Stadt bereits, bevor SPD und Grüne mit der Frage an sie herantraten, ob sie sich vorstellen könne, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Sie kann und befindet sich zugleich in bester Gesellschaft: Einer ihrer Vorgänger im Amt – Klemens Keller – ist nun Amtsträger in Borgholzhausen selbst. Ein zweiter – Eduard Gummich – ist heute Bürgermeister in Bremervörde.

Welchen Eindruck haben sie seit ihrer Nominierung vom Grönegau gewonnen?

Otte: Dass Melle sowohl in kultureller als auch landschaftlicher Hinsicht viel zu bieten hat, wusste ich schon vorher. In den vergangenen Wochen ist mir aber bewusst geworden, wie groß und vielfältig das Spektrum wirklich ist. Außerdem: ob Kirchenkonzerte oder Veranstaltungen wie das Grünkohlessen im Torbogenhaus Bruchmühlen, überall habe ich sehr nette und aufgeschlossene Menschen kennen gelernt. Die Mentalität ist hier eine ganz andere als in Ostwestfalen.

Welche konkreten Schwerpunkte setzen Sie bei ihrem Wahlkampf?

Otte: Mir ist es ein wichtiges Anliegen, die Bürger mitzunehmen und an politischen Entscheidungen zu beteiligen. „Wie lebe ich jetzt beziehungsweise in Zukunft?“ Diese Frage ist wichtig und jeder Bürger sollte daran mitarbeiten können, die Stadt von Morgen mit zu gestalten. Eine gut florierende Wirtschaft ist dafür entscheidend. Sie sichert den Bestand und macht Investitionen möglich. Deswegen brauchen wir auch ein gewisses Maß an Gewerbeflächen, denn nur so können sich Unternehmen wie Solarlux hier ansiedeln. Des Weiteren muss bezahlbares Bauen möglich sein, damit die Stadt weiter wachsen kann und um Attraktivität sowie Wettbewerbsfähigkeit auf hohem Niveau zu halten, ist auch ein gut durchdachtes Klimakonzept wichtig. Handlungsbedarf gibt es allen Bereichen. Gerade aktuell auf dem Bildungssektor. Das Angebot muss in allen Belangen auf solidem Grund stehen, sollen die Ausbildungsbedingungen für Jugendliche optimal sein.

Im westfälischen Borgholzhausen haben Sie einen sicheren Job. Was hat Sie bewogen, sich trotzdem im benachbarten Niedersachsen um das Amt des Bürgermeisters von Melle zu bewerben?

Otte: Es ist für mich eine große Herausforderung. Schließlich ist es eine spannende Aufgabe verbunden mit einer enormen Verantwortung, Bürgermeisterin einer Stadt wie Melle zu sein. Im Dienste des Bürgers würde ich gerne eine Kommune in die Zukunft führen. In diesem Zusammenhang empfinde es auch als Vorteil, nicht einer bestimmten Partei anzugehören. Dadurch kann ich die Interessen der Bürger besser vertreten, denn ich bin keiner Fraktion kompromisslos verpflichtet.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück für ihre Kandidatur.

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