Hallenbad 2007: Sieben Modelle im Gespräch

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Gibt es eine Alternative zum Bewegungsbecken im Solebad Melle?

Mit Sorge blicken die Selbsthilfegruppen im Grönegau dem Jahr 2008 entgegen, denn wenn die Verträge zwischen der Solbad Melle GmbH und dem Betreiber des Kurmittelhauses auslaufen, bedeutet dies auch zugleich das Aus für den dortigen Warmbadebereich. Dieser wird vor allem zur Rehabilitation beziehungsweise Prophylaxe bei schweren Erkrankungen genutzt. Insbesondere Rheumatiker befürchten nun eine Verschlechterung ihrer Möglichkeiten, aktiv mit der Erkrankung leben zu können.

Hoffnungen, dass sich mit dem neuen Hallenbad auch die Situation für jene deutlich verbessern wird, die darauf angewiesen sind, Möglichkeiten zum Warmbaden zu nutzen, um ihre Leiden und körperlichen Schmerzen zu lindern, machte allerdings der stellvertretende Bürgermeister Burckhardt Schleef anlässlich der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der Meller Arbeitsgemeinschaft der Rheumaliga Niedersachsen.

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Der Pachtvertrag für das Kurmittelhaus läuft aus, ohne dass es eine Alternative gibt

„Seine Worte haben mit besonders gut gefallen“, urteilte Manfred Krause, Vorsitzender der Selbsthilfegruppe, im Forum am Kurpark. Schließlich stellte der Vertreter der Stadt Melle den Rheumakranken in Aussicht, dass im Zuge der Planungen für ein neues Hallenbad auch ein Warmwasserbecken zur ganzjährigen Nutzung und mit separaten Umkleidekabinen ernsthaft im Gespräch seien. Von der Alternative zum bisherigen Solebad profitieren insbesondere jene Menschen, die unbedingt darauf angewiesen sind.

Schleef macht Hoffnung

„Es kann nicht angehen, dass Rheumakranke im Sommer nur noch im deutlich kälteren Wellenfreibad ihre Bewegungstherapien absolvieren können“, erklärte Schleef. Deshalb würden im Augenblick sieben verschiedene Modelle von den Architekten des Hallenbadprojektes erarbeitet, die sich alle im Bereich von bis zu fünf Millionen Euro Baukosten bewegen. Die Summe wird als relative Obergrenze angepeilt. Eine Variante sieht ein Bewegungs- und Warmbecken vor.

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Badespaß haben die Jüngsten trotz der Enge.

Die Tage des Solebeckens im Kurpark sind ohne Zweifel gezählt und in den Plänen, dort einen Stadtpark Melle entstehen zu lassen, taucht der Anbau des Kurmittelhauses bereits überhaupt nicht mehr auf. Angepeilt wird vielmehr ein kompletter Abriss und wer heute die dortige Sauna besucht und in dem warmen Solebecken baden geht, erkennt bereits am Zustand des Beckenrandes, dass kaum noch Geld zur Instandhaltung investiert wird.

Biogas zum Anheizen

„Für ein zusätzliches Warmbecken im neuen Hallenbad, das ganzjährig zugänglich gemacht werden kann, spricht die Biogasanlage von Huning“, so der stellvertretende Bürgermeister weiter im Gespräch abseits des Bühnengeschehens beim Jubiläum der Rheumaliga. Vor allem im Sommer ist Huning darauf angewiesen, die zusätzlich produzierte Energie loszuwerden. Ein zwölf Monate zumindest in Teilbereichen genutztes Hallenbad kommt den Betreibern der Biogasanlage daher voll entgegen.

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Auch die ehrgeizigen Pläne aus der Anfangsphase sahen ein Bewegungsbecken vor

„Wichtig ist ein Hallenbad, dass allen Ansprüchen weitgehendst gerecht wird, ohne dass der Kostenrahmen gesprengt wird“, fügt Schleef abschließend hinzu. Gemeint sind damit sowohl die Bau- als auch die Folgekosten. Letzteres ist angesichts des niedrigen weil alternativ erzeugten Energiebedarfs möglich. Ersteres ist gewährleistet, da trotz der höheren Ansprüche nicht von der Modulbauweise abgerückt werden muss und auch weiterhin Synergieeffekte durch die Fusion mit dem Wellenfreibad genutzt werden können.

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